Der Weg der Liebe

Verhaltensänderung fängt mit der Liebe zu sich selbst an. Das verursacht Stirnrunzeln? Sie mögen fragen: «Keine Programme, keine Tipps?» Die Antwort lautet: «Nein, erst mal nicht.»

 

Gute Vorsätze

Sicher kennst Du die guten Vorsätze, die man sich jedes Jahr wieder aufs Neue zu Jahresbeginn macht und sie dann doch nicht einhält. Oder ein gutes Beispiel sind auch die Kinder, die von den modernen Medien in den Bann gezogen sich jeden Tag wieder vornehmen, weniger an den Unterhaltungs-Geräten zu sein und doch gelingt es so gar nicht. Oder findest Du Dich in dem Beispiel des Anders-Essens wieder, wo Du Dir z.B. immer wieder vornimmst, mal weniger Fleisch zu essen, oder sich ausgewogen zu ernähren, und es gelingt trotz vielen Wissens darüber nicht?

 

Das sind drei klassische Beispiele, die genau zeigen, dass der Mensch allein über die Kognition nicht funktioniert. Die Kraft der Gedanken ist zwar unumstritten wirksam; jedoch kommt es im Hirn und in der Seele erst mal gar nicht an, wenn das, was man sich mantra-artig «einzuhämmern» versucht, nicht der inneren Landkarte entspricht und somit gar nicht ankommen kann.

 

Glaubenssätze

Es kann sein, dass gewisse Glaubenssätze daran hindern, die guten Vorsätze in die Tat umzusetzen. Wenn ich zum Beispiel als Kind gelernt habe und dies als absolute Wahrheit in meinem Hirn dann als Glaubenssatz abgespeichert habe, dass man Fleisch braucht, um groß und stark zu werden, oder um genügend Nährstoffe abzubekommen, so werde ich mir schwer tun, den Satz zu glauben, dass ich erstens ohne Fleisch gut ernährt sein kann, und zweitens es andere Lebensmittel gibt, die mir ausreichend Nährstoffe zuführen. Dann traue ich mich erst gar nicht an das Experiment heran, es mal auszuprobieren.

 

Glaubenssätze sind wie Leitplanken im Leben, sie sind im Gehirn sehr tief verankert und es braucht einiges an Energie und Aufmerksamkeit, um sie aufzulösen und zu verändern. Ursprünglich wurden sie dafür innerlich entwickelt, damit sie uns hilfreich und meist als innere Sicherheit dienen. Doch sind sie meist in einem früheren Lebensabschnitt entstanden, wo das auch notwendig war, also erforderlich, um «damals» eine «Not abzuwenden.» Im Beispiel des Essens kann es sein, dass für das Kind sicherer war im Verhältnis zu seinen Eltern, besser darauf zu hören, was die Eltern sagen, das eigene Gefühl zum Essen dem Kind also abgesprochen wurde. Kinder kooperieren, denn sie sind abhängig von ihren Eltern. So tun sie das auch z.B. beim Essen, um mit denen, von denen sie abhängig sind, vordergründig im Frieden zu sein.

 

Gesunder Zweifel

Als erstes braucht es also einen Zweifel für die Veränderung eines etwaigen Glaubenssatzes. Einen Zweifel, der die Idee nährt, dass es auch anders gehen könnte. Vielleicht hilft es auch, andere Menschen zu beobachten und zu erkennen, dass man gesund und munter sein kann, obwohl man – um im Beispiel zu bleiben – kein Fleisch isst. Dieser erste Aha-Effekt hilft dann einen gesunden Zweifel am eigenen Glaubenssatz zu entwickeln, der wiederum gebraucht wird, um eine neue Wahrheit für sich zu etablieren.

 

Affirmationen

Der kognitive Ansatz der Affirmationen – so nennt man die mantra-artig wiederholten Sätze, die man seinem Hirn als neue Information gibt – können nachgewiesenermaßen helfen, das Hirn neu zu «programmieren». Das kann jedoch eine sehr lange Zeit in Anspruch nehmen, bis die Botschaft bei einem überhaupt ankommt. Der Prozess dahinter ist wie folgt: die neue zu implizierende Botschaft des neuen hilfreicheren Satzes wird immer wieder gesagt, gedacht, dem Hirn zu geführt. Diese «neue» Botschaft trifft auf die alte. Beide stehen sich diametral in ihrer Widersprüchlichkeit gegenüber. Das führt erst einmal zu Verwirrung im Hirn, weil zwei verschiedene Botschaften im System Hirn kursieren. Unbewusst kann dieser Zustand der Verwirrung ein wenig andauern und das kann recht unangenehm sein, eine Unsicherheit hervorrufen und einen handlungsunfähig machen.

 

Coaches begrüßen diesen Zustand der Verwirrung oft als positiv, weil er ein Zeichen dafür ist, dass etwas innerlich in Bewegung geraten ist. Das ist richtig. Dennoch: Dieser Zustand kann aber für denjenigen, der die Veränderung durchläuft, sich als nicht hilfreich und so, als ob man die Kontrolle verloren hätte. Dieser Weg der Veränderung auf rein kognitiver Ebene ist also manchmal nicht nur der unangenehmere, sondern auch der, der nicht bewusst gegangen werden kann, weil die inneren Anteile und Stimmen gar nicht entdeckt werden. Leider auch der, bei dem es ein hohes Rückfallrisiko gibt. Wenn man mit solchen Sätzen arbeitet, braucht es bereits ein hohes Maß an Bewusstheit der eigenen Seelenstruktur.

 

Der integrierte Weg

«Der Weg der Liebe», wie ich ihn bei Veränderungsarbeit nenne, ist ein integrierter Weg. Das heißt, die Veränderungsarbeit findet Schritt für Schritt und mit einer Bewusstmachung statt. Das heißt, es wird nicht technisch etwas induziert, sondern erst einmal wahrgenommen, was da alles ist und liebevoll willkommen geheißen.

 

Die Arbeit mit dem Unbewussten

Oft helfen auch nicht-kognitive Verfahren wie die Arbeit mit inneren Bildern und Anteilen, um überhaupt wahrzunehmen, was sich innerlich meldet. Viele Menschen kommen an die tieferen Schichten kognitiv nicht mehr heran, um überhaupt mögliche Ängste und Widerstände wahrzunehmen. Oft sind diese ja abgespalten, also in eine Bewusstseinsebene gelangt, wo es erst mal nicht mehr wahrgenommen werden kann und innerlich vermeintlich nicht mehr wehtut. Mit Bildern und Symbolen zu arbeiten, ist eine sehr effektive Methode, um die inneren Anteile zu erkennen, um überhaupt mit ihnen arbeiten zu können. Gerade in unserer westlichen, sehr kopflastigen Welt, liegen Gefühle und Bedürfnisse oft verborgen. Da kann eine neue Botschaft nicht oder nur falsch ankommen. Das bedeutet, es gibt dann keine Veränderung des Verhaltens.

 

Nachhaltige Veränderungsarbeit
Um ein paar Methoden zu nennen: Sowohl im katathymen Bilderleben, im therapeutischen NLP und den Submodalitäten werden manch Anteile zugänglich. Sie erlauben der Seele, sich zu zeigen. Oft ist es dann einfacher wahrzunehmen, was da ist oder Bedürfnisse zu formulieren. Diese Arbeit ist tiefgehend und nachhaltig.

 

Manchmal ist dann der Schritt zur Veränderung ein nur noch ganz kleiner, wenn die alter Struktur mit liebender Aufmerksamkeit angeschaut, verstanden, gewertschätzt worden ist und dann das neue Platz haben darf. Auf einmal erscheint es einem fast mühelos, einen Schritt zu gehen, den Mut zu haben, zu experimentieren, etwas Neues auszuprobieren, sich auf eine neue Reise zu begeben und zu merken, was einem gut tut und was nicht.

 

Eine «schmackhafte» Vision

Hilfreich ist mit Sicherheit auch, sich das «neue Leben» mit der vollzogenen Veränderung» vorzustellen, sich eine Vision zu gestalten und sie mit allen Sinnen auszuschmücken: also zu sehen, zu schmecken, zu hören, zu riechen, zu fühlen. Je mehr Sie sich in das «neue Leben mit der bereits integrierten Veränderung» einspüren und es ausmalen, desto mehr bekommen Sie Lust, diese Veränderung auch zu gehen. Man sagt, die Seele tut dann alles, dass Sie diesen Zustand dann auch in der Realität herstellt. «Endlich Nicht-Raucher» ist das Buch, das mit dieser Methode arbeitet. Hier nutzt man die Sehnsucht, an einem «besseren Ort» zu gelangen.

 

Hemmende Faktoren
Für eine nachhaltige Veränderung ohne Rückfall ist es unabdinglich, die Faktoren anzuschauen, die etwas gegen diesen «besseren Ort» haben. Manchmal sind es Stimmen der Eltern, manchmal sind es eigene «Torpedos», die den Erfolg des Wandels nicht haben wollen. Manchmal haben auch Menschen im Umfeld etwas gegen die gewünschte Veränderung, manchmal spielen finanzielle Sorgen oder anderes mit hinein, eine Veränderung im Moment nicht gehen zu können. Diese inneren und äußeren Faktoren brauchen meist liebende Aufmerksamkeit, eine Wertschätzung, dass sie bisher zu etwas gut waren, einen großen Nutzen im bisherigen Leben hatten, und manchmal sind auch andere Ressourcen nötig, damit die inneren Anteile «bereit» sind, den Weg der Veränderung mitzugehen.

 

«Little baby steps»

Das ist Dir zu kompliziert? Der Artikel ist eine Einladung, sich mit Veränderungsarbeit näher zu befassen. Es lohnt sich auf jeden Fall, manche Prinzipien der inneren Arbeit zu verstehen, um nicht erneut frustriert zu sein, wenn eine Veränderung wieder mal nicht klappt. Versuch es doch einfach mal, einen kleinen Schritt auszuprobieren und alle inneren Anteile bei dieser Mini-Veränderung wahrzunehmen.

 

«Der Mensch ist ein Gewohnheitstier» heißt es so schön. Klar ist, dass der Mensch die Dinge, die er kennt, ungerne aufgibt. Insofern ist die Methode, Mini-Schritte «auszuprobieren» ohne Verpflichtung, sie unbedingt weitermachen zu müssen, sondern jederzeit es wieder anders machen zu dürfen, eine große Erleichterung für uns Menschen.

 

Bedürfnisse erkennen

Die integrierte Methode ist mit Sicherheit sehr viel langsamer als die Hau-Ruck-Methode – zum Beispiel von heute auf morgen z.B. Veganer zu werden, oder zum Rauchen aufzuhören. Sie ist aber von wirklich nachhaltigem Erfolg gekrönt, weil sie leichter durchzuhalten ist. Es muss nicht so immens viel Energie auf's Durchhalten verwendet werden, es auszuhalten, dass die alten Anteile sich nicht gesehen fühlen. Die vorhandene Energie kann mit feinen Beobachtungen des eigenen Seins und Verhaltens für diesen Prozess verwendet werden. Es ist ein gewaltfreier Weg. Der integrierte Weg erkennt die Bedürfnisse hinter einer Handlung und beschreitet mit allen Bedürfnissen im Gepäck den Weg. Nachhaltig – meist ohne oder mit weniger Rückfallquote.

 

Individuelle Programme

Und ja Programme, eine Festlegung eines Plans, wann man die kleinen Schritte der Veränderung ausprobiert, sind dann hilfreich, wenn die Bereitschaft und die Fähigkeit da ist, alle Schritte bewusst zu gehen, zu beobachten und für sich selbst als hilfreich einzustufen, nicht aber als übergestülptes Konzept, was individuell gar nicht funktionieren kann.

 

Der Weg der Liebe ist bewusst, dem Leben zugewandt, er ist ein Weg zu mehr Lebensqualität, egal welche Entscheidungen Du für Dich triffst. Und wann kommt Dein nächster kleiner Mini-Schritt, wo Du etwas ausprobierst?

 

 «Egal, für welchen Weg Du Dich entscheidest – den Weg der Liebe oder den Sprung ins kalte Wasser, die Integrationsarbeit will ohnehin getan sein. Und den Mut zum «Springen» braucht es immer, auch wenn es auch nur ein ganz kleines Experiment ist, das Du wagen möchtest. Es gibt dieses eine kleine, innere retardierende Moment, das von Dir eine innere klare Entscheidung und den Willen zum Tun erfordert.»

 

Viel Freude bei Deinen nächsten Schritten. Und sich coachen zu lassen, ist soziale Kompetenz und kein Zeichen von Schwäche. Ich bin für Dich da.

Deine

Sabine Jagat Prakash

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